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David Umemoto: Der Architekt des Unmöglichen
14 November 2019 bis 9 Februar 2020

David Umemoto: Der Architekt des Unmöglichen

Zwei Künstler, zwei Disziplinen, aber eine gemeinsame Vorliebe für rätselhafte Architektur. Im Winter 2019/2020 brachte die Ausstellung Escher im Palast erstmals die Werke des Künstlers M.C. Escher (1898–1972) und die Skulpturen des zeitgenössischen Künstlers und Architekten David Umemoto (1975) zusammen. Der kanadische Künstler David Umemoto bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Skulptur und Architektur. Er begann seine Karriere als Architekt. Jahrelang arbeitete er an Architekturprojekten, entwickelte jedoch nach und nach ein Interesse daran, in kleinerem Maßstab zu arbeiten, nämlich Objekte zu schaffen. Ein Jahr in Indonesien lenkte ihn endgültig in eine andere Richtung, als er seinen Schwerpunkt von der Architektur auf die Bildhauerei verlagerte.

<p>David Umemoto, Grey Matter 2, 2019. Modern Shapes Gallery</p>

David Umemoto, Grey Matter 2, 2019. Modern Shapes Gallery

<p>David Umemoto, Stairway 12, 2019. Modern Shapes Gallery</p>

David Umemoto, Stairway 12, 2019. Modern Shapes Gallery

Heutzutage loten David Umemotos schlichte Betonskulpturen von Gebäuden und Denkmälern die Grenzen der Perfektion in beiden Disziplinen aus: Treppen führen ins Nichts und Wände enden an der falschen Stelle. Die architektonischen Elemente der Gebäude lassen sich nur schwer einordnen. Zu Beginn seiner Karriere waren Umemotos geheimnisvolle Objekte von der Architektur und der primitiven Kunst Afrikas, Polynesiens sowie Nord- und Südamerikas inspiriert. Sie regen die Fantasie an: Steht dieses Gebäude wirklich im Dschungel Südamerikas oder nur in einer Escher’schen Fantasiewelt?

<p>David Umemoto, District 1, 2018. Modern Shapes Gallery</p>

David Umemoto, District 1, 2018. Modern Shapes Gallery

<p>David Umemoto, District 2, 2018. Modern Shapes Gallery</p>

David Umemoto, District 2, 2018. Modern Shapes Gallery

Die Kunst von Giorgio de Chirico und Giovanni Battista Piranesi ist eine wichtige Inspirationsquelle für David Umemoto, der sich zudem von den Werken von M.C. Escher inspirieren lässt. Umemoto bewundert die Kunstfertigkeit, mit der Escher den Raum in seinen Druckgrafiken nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltet. In der Ausstellung im Escher im Palast vereint das Museum die grafischen Werke und Skulpturen dieser beiden inspirierenden Künstler. Beide Künstler sind Meister ihres Fachs, wenn es darum geht, eine geheimnisvolle Welt zu erschaffen, in der sie alle gängigen Regeln der Architektur getrost außer Acht lassen. Beide sind Architekten des Unmöglichen. David Umemoto wird von der Modern Shapes Gallery in Antwerpen vertreten.

<p>David Umemoto,Gateway 2, 2019. Modern Shapes Gallery</p>

David Umemoto,Gateway 2, 2019. Modern Shapes Gallery

<p>David Umemoto, Stairway 10, 2019. Modern Shapes Gallery</p>

David Umemoto, Stairway 10, 2019. Modern Shapes Gallery